Weihnachtskonzerte "Der Garten der Engel"

Als Lehrer vereint man ja eigentlich schon mehrere Berufe in sich: man oder frau ist Schauspieler, Psychologe, Krankenschwester, Erzieher, Dompteur, Mediator und manchmal auch ein bisschen Clown. Aber wo ich jetzt noch eine Befähigung als Werbetexterin unterkriegen soll, ist mir einfach schleierhaft. Ich hab keine Ahnung, wie ich jetzt diesen Artikel schreiben soll…da fällt mir nur der wenig hilfreiche Satz "Früher an später denken" ein. Der klingt so, als wäre er von einer Versicherung. Und ich laufe Gefahr, völlig vom Thema abzukommen und eine schlechte Note für meinen "Bericht" zu bekommen. Und das so kurz vor Weihnachten. Da werden sich meine Eltern aber freuen!
Aber nun zurück zur Werbetexterin. Wenn man diesen Beruf ausübt, dann fällt einem immer was ein. Sogar dann, wenn man das Weihnachtskonzert des letzten Jahres als das allerschönste, beste, wundervollste und ergreifendste überhaupt beschrieben hat. Und nun? Ich krieg ja schon die Krise, wenn ich mir nur vorstelle, wie die Erwartungen meiner werten Leserschaft sich gerade in die Höhe zu schrauben beginnen. Und dann muss ich auch noch bedenken, dass ich wahrscheinlich im nächsten Jahr die Wörter allerschönstes, bestes, wundervollstes und ergreifendstes Weihnachtskonzert (ever) noch weiter steigern muss. Aber das geht doch gar nicht, rufen die Deutschlehrer gerade entsetzt (oder verzweifelt). Das weiß ich ahauch! Das ist ja das Problem! Man könnte höchstens das Wort aller- vor diese Adjektive setzen. Aber da war es wohl unklug, im letzten Jahr das Wort allerschönstes zu verwenden. Oder ich mache es mir ganz einfach und schreibe, dass das Konzert so schön war, dass es mich sprachlos zurückgelassen hat. Das wäre es doch!

Okay, den Versuch war es wert, aber Sie nehmen mir das doch sowieso nicht ab. Und gerade gestern hab ich gehört: "Dir fällt da was ein, da bin ich sicher." Nein, ich fühle mich jetzt überhaupt nicht unter Druck gesetzt, kein bisschen!!!! Aber dass ich den ganzen Artikelkram immer allein machen muss, sehe ich langsam auch nicht mehr ein. Sie werden dieses Mal schön mitarbeiten. Und wehe, wenn nicht! Dann gibt’s einen Eintrag ins Hausaufgabenheft! Mit rot!

Aufgabe: Ergänze in folgenden Zweizeilern die Reimwörter. Beachte das Beispiel.

Hört man das Läuten der Kirchenglocken,
macht man sich schleunigst auf die (Socken).
Unsere Schule lädt herzlich ein,
beim Weihnachtskonzert dabei zu …………………….
Die Geschichte heißt „Der Garten der Engel“.
Doch Vorsicht! Es gibt wieder viel …………………….!
Pünktlich um sieben ist es soweit.
Das Intro heißt schlicht und einfach „……………………..
Engelsgleich erklingen sie, die zwei Stimmen.
Es scheint, sie wollen den Himmel ……………………..
Kraftvoll, altklug und ziemlich weise
nehmen die „Kleinen“ uns mit auf die ……………………
Sie singen davon, lieber Kinder zu sein,
und mancher Zuhörer fände das auch ……………………..
In Mathe träumen sie von anderen Orten
und singen davon in bewegenden ……………………..
Der Lehrerchor denkt nicht an morgen,
macht sich darüber gar keine ……………………..
Er ist geduldig, er kann ja warten.
Versteinert sind die Engel im ……………………..
Die Augen zu, nur noch genießen…
Vielleicht auch ein paar Tränen ……………………..
Die Großen singen "When we were young"
mit einem wundervollen ……………………..
Und noch etwas Englisches, das klingt so groß.
Die Ensembles legen ganz einfach mal ……………………..
Aber auch das deutsche "Stille Nacht"
hat Gänsehaut hervor ……………………..
So langsam beginnt die Geschichte sich zu wenden.
Und nicht nur einer hofft, sie möge niemals …………………….
Wenn diese Stimme von der Freude singt,
dann sie schon richtig nach Weihnachten ……………………..
Zum guten Ende treffen sich alle Chöre.
Auf dass ihr Gesang uns alle ……………………!
Und wieder hat sich all die Mühe gelohnt.
Ein Zauber in allen Herzen nun ………………………

Und? So schwer war das doch nun wirklich nicht, oder? Den Joker, den ich eigentlich geplant hatte, lass ich jetzt doch weg.

Bis zum nächsten Weihnachtskonzert! Ich fang gleich mal mit den Überlegungen an, was ich dann wohl schreiben werde…