Jahrgangsstufe 9

Das 9. Schuljahr steht ganz im Zeichen der Vorbereitung auf einen ersten möglichen Schulabschluss, die Berufsreife am Ende des 9. Schuljahres, und wird außerdem geprägt durch die Berufsvorbereitung (zwei einwöchige Praktika und den PraxisLernTag (PLT- jeweils ca. 7 Stunden mittwochs). Die Stunden des Wahlpflichtunterrichtes gehen in den berufsvorbereitenden Unterricht (PLT) ein und auch das Methodenlernen wird genutzt, um die Schülerinnen und Schüler auf ihre neue Rolle in einem Unternehmen der Region vorzubereiten.

Die entscheidendste Veränderung für die Schüler im 9. Schuljahr stellt der PraxisLernTag dar. Bereits in den ersten Schulwochen soll jeder Neuntklässler einen Praktikumsbetrieb gefunden haben, der seinen beruflichen Vorstellungen entspricht und ihm in diesem Berufsfeld die Möglichkeit gibt, Erfahrungen bei der Arbeit zu sammeln und das Unternehmen näher kennen zu lernen.
Obwohl die Schülerinnen und Schüler in den Methodentagen am Anfang des Schuljahres durch die Lehrkräfte und die Unternehmer der Region auf ihren "Einsatz" am Arbeitsplatz vorbereitet werden, sind die ersten richtigen Arbeitstage für viele eine ungewohnte Herausforderung.

In den Wochen nach dem Einführungspraktikum arbeiten die Schüler dann jeden Mittwoch im Unternehmen und gehen nicht in die Schule. Dadurch ändert sich für sie der Wochenrhythmus erheblich, zumal die Arbeitstage in einigen Betrieben auch spät enden. Die Woche muss neu strukturiert werden, Hausaufgaben und die Vorbereitung auf Tests müssen langfristiger geplant werden. Nicht jedem Schüler gelingt diese Umstellung kurzfristig. Die Klassenleiter verfolgen in den Klassenstunden die schulische Entwicklung und besprechen die Erfahrungen in der Schule und am Arbeitsplatz. Verschlechterungen der schulischen Ergebnisse werden sehr ernst genommen, da die Lernergebnisse des 9. Schuljahres wichtig sind, denn die Schülerinnen und Schüler werden sich mit diesem Zeugnis zu Beginn des 10. Schuljahres bewerben.

Neben den Kontaktlehrern für die Praktika und PLT, die die Schüler am Arbeitsplatz besuchen und bei Problemen beraten, beginnen auch die persönlichen Gespräche mit einer Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit. In persönlichen Gesprächen zeigt sie Ausbildungswege auf und hilft Schülern auch bei der Suche nach Alternativen, falls ihr bisher gewähltes Berufsfeld sich verändert.

Im zweiten Halbjahr des 9. Schuljahres beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Fächern (z.B. Geschichte, Deutsch) mit dem Nationalsozialismus. Ein Projekttag führt sie unter Leitung der Geschichtslehrer ins Konzentrationslager nach Ravensbrück.

Den meisten Schülern ist es wichtig, zum Ende des Schuljahres solche Leistungen vorweisen zu können, die zum Übergang in die 10. Klasse berechtigen. Aber einige Schüler machen in den Praktika auch die Erfahrung, dass die Schulbank für sie nicht so viel Freude und Erfolge bereithält wie die Arbeit in einem Betrieb. Die Leistungsfestellungen zur Berufsreife (eine mündliche Prüfung am Ende des Schuljahres) geben Schülern, die die Schule mit dem Abschluss der Berufsreife verlassen wollen und solchen, die in die 10. Klasse wechseln wollen, aber den Anforderungen noch nicht genügen, die Möglichkeit, ihr Wissen zu beweisen um das Jahr erfolgreicher abschließen zu können.

Letzter kultureller Höhepunkt im 9. Schuljahr ist die Organisation des letzten Schultages für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen 10, eine Aufgabe, die Kreativität verlangt.

Bei Fragen zum Lernen an der Regionalen Schule wenden Sie sich bitte an unsere Koordinatorin h.stein [at] rsg-roev.de (subject: Lernen%20im%20Regionalschulbereich) (Heike Stein).