Jahrgangsstufe 7

Im Regionalschulbereich lernen die Schülerinnen und Schüler ab dem 7. Schuljahr. Für alle bedeutet also der Schulstart auch, mit neuen Mitschülern zu lernen und meist auch mit vielen neuen Lehrern Unterricht zu haben. Deshalb nehmen sich alle am Anfang etwas Zeit, um sich kennen zu lernen und  solche Neuheiten, wie den jahrgangs- und klassenübergreifenden Wahlpflichtunterricht auszuprobieren.

In der Jahrgangsstufe 7 beginnen die Schüler, ihre Arbeit und ihr Lernen selbst zu planen und zu organisieren.  In der sogenannten Lernzeit (jeweils eine Unterrichtsstunde aus den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch) dürfen sich die Schüler die Arbeit an ihren Aufgaben selbst einteilen. Jeder Schüler entscheidet für sich, ob er jetzt seine Mathe- oder Deutschaufgaben erledigt oder zuerst Englisch lernt. Da immer einer der Fachlehrer dieser Fächer im Raum ist, kann man gern um Hilfe bitten, wenn man allein nicht weiterkommt. Aber auch das Lernen mit einem  Partner ist möglich. Und wer in Mathematik mehr Zeit für seine Aufgaben braucht, der muss eben in den anderen beiden Fächern versuchen, zügiger zu arbeiten oder die Aufgaben zu Hause beenden. Die Lernzeiten ersetzen nicht die regulären Hausaufgaben.

In den Klassenstunden oder im Wahlpflichtfach Methodenlernen (mit den Klassenleiterinnen) wird ausgewertet, wie gut die Arbeitsatmosphäre war und ob die Ziele in den Fächern erreicht wurden.

In der Klassenstufe 7 erfolgt der berufsorientierende Unterricht  zum einen im Fachunterricht (zum Beispiel in Deutsch oder Englisch), zum anderen auch in Kooperation mit dem Bildungszentrum Ribnitz-Damgarten in Form der Potentialanalyse. In kleinen Gruppen probieren die Schüler aus, wo ihre Stärken liegen und welche Reserven es noch auszuschöpfen gilt. Jeder Schüler bekommt ein persönliches Auswertungsgespräch und ein Zertifikat, das ihm und auch den Eltern oder Lehrern zeigt, in welchen Berufsfeldern der Schüler sich erfolgreich einbringen kann. Das ist eine gute Voraussetzung für das Orientierungspraktikum im 8. Schuljahr.

Wenn Eltern ihre Arbeitsstellen vorstellen möchten oder Betriebe der Region die Schüler einladen, wird gern ein Wandertag für diese Ziele genutzt. So wanderten die 7. Klassen zum „Erlebnisdorf“ und durften sich dort in unterschiedlichen Berufsfeldern ausprobieren.

Ein Höhepunkt im Schulalltag ist das einwöchige Mittelalterprojekt, welches seit 5 Jahren vor den Osterferien stattfindet. Das Leben in der Zeit von 1000-1500 n.Ch. steht im Mittelpunkt zahlreicher Aktivitäten, angefangen vom Klosterleben (im Kloster zum Heiligen Kreuz) über die Heraldik (Wappenkunde), Speis' und Trank, Musik und Tanz sowie die Mode dieser Zeit. Durch die Unterstützung vieler Partner ist der Anteil der praktischen Arbeit sehr hoch und fast jeder Schüler stellt irgendwann fest: Das Leben der Menschen unter diesen Bedingungen war schwer! Aber der letzte Tag des Projektes lässt meist alle Mühen vergessen und Lehrer und Schüler erfreuen sich an den Präsentationen, tanzen und essen gemeinsam, (fast so) wie es die Menschen vor 1000 Jahren schon taten!

Bei Fragen zum Lernen an der Regionalen Schule wenden Sie sich bitte an unsere Koordinatorin h.stein [at] rsg-roev.de (subject: Lernen%20im%20Regionalschulbereich) (Heike Stein).