Praktikum im AFZ= Angebote Für (die) Zukunft

Erlebnisbericht vom letzten Tag des 10-ägigen Praktikums für die Schüler:innen der Regionalschulklassen der Europaschule Rövershagen.

Hanno, Leon und Karl aus der 9c würden am liebsten am kommenden Montag wieder zum AFZ fahren, andere Schüler freuen sich auch auf die Schule.
Manche "Arbeitstage" waren schon herausfordernd: langes Stehen, die Teamarbeit im Gastronomie-Bereich oder in der Küche, das waren neue Erfahrungen für viele Jugendliche.
Hanno Krüger aus der 9c arbeitet an seinem letzten Praktikumstag im Bereich Hauswirtschaft. Heute sind kleine Schachteln zu falten und zu dekorieren, um die Kekse von gestern zu verpacken.
Karl Rieck sagt, dass jeder Schüler aus 8 Berufen 4 auswählen konnte: Gastronomie und Hotel, Metallberufe, Elektrotechnik, Schifffahrt, Hauswirtschaft, kaufmännische Berufe und Verkauf,
Hanno schätzt ein:"Das beste Berufsfeld für mich war Metall. Wir haben einen Briefbeschwerer hergestellt, geschliffen und gebohrt. Den durften wir behalten. Mein Produkt gefällt mir. Ich war geduldig beim Schleifen und am Ende hatte der Briefbeschwerer eine gute Qualität."
Emely Mischke (9c): "Mein bestes Berufsfeld war der Bereich Schifffahrt. Wir haben viel Spannendes erlebt, zum Beispiel sind wir mit dem Freifallboot in die Warnow gefallen. Da hatte ich schon etwas Angst. Außerdem sind wir bei einer fiktiven Rettungsaktion mit dem Eintauchanzug in die Warnow gesprungen. Das war schon besonders und viel aufregender als zum Beispiel Hauswirtschaft. Dennoch kann ich mir auch dieses Berufsfeld vorstellen....
Die Ausbilderin aus dem Bereich Hauswirtschaft (dazu gehören die Nahrungszubereitung und der Wäschebereich, Textilverarbeitung und Gestaltung) schätzt ein: "Die Schüler*innen haben gut gearbeitet, waren motiviert und haben sich gut unterstützt. Sie müssen noch etwas schneller werden, sonst schaffen sie heute ihren Plan nicht und können die leckeren Plätzchen, die sie gestern zubereitet haben, nicht schick verpackt mitnehmen.
Leon Bürki aus der Klasse 9d erzählt, während er kleine Schachteln faltet,: "Mein bestes Berufsfeld war der Bereich Metallbau. Wir hatten einen guten Ausbilder. Es hat mir Spaß gemacht, dort etwas zu lernen."
In der Ausbildungsküche des AFZ arbeiten drei Jugendliche. Anna Düwel (Klasse 9d) kocht auch zu Hause manchmal. Sie ist für die Gemüsesuppe mit Süßkartoffeln, Brokkoli und Karotten verantwortlich. Petersilie und Basilikum verfeinern später die Brühe.
Die Jungen arbeiten an einer Süßspeise, sie stellen einen Eclairteig her. Sie erfahren, was eine Brandmasse ist und worauf man dabei achten muss. Die Ausbilderin arbeitet seit 1976 mit jungen Köchinnen und Köchen. Wichtig ist ihr, dass die jungen Leute gut zuhören, auch wenn sie mal nicht gemeint sind. Man kann von diesen Informationen in der Küche profitieren und die Ausbilder müssen nicht alles mehrfach erklären. Auch wenn man diesen Beruf nicht erlernen möchte oder wird, kann man von diesen Arbeiten in der Küche einen Nutzen ziehen, z.B. im privaten Bereich.

Auch im hauseigenen Restaurant sind die Herausforderungen groß. Mit drei Tassen Wasser (alias Kaffee) in den Händen bewegt sich Pierre Steffens (Klasse 9c) zwischen den Tischen. Die Ausbilderin erinnert daran, nicht nur auf die Tassen zu schauen, wenn man mit dem " Heißgetränk" unterwegs ist. Auch die Mädchen werden an das "erhobene Haupt "erinnert, mit dem eine Restaurantfachfrau ihre Speisen transportieren soll. Wie schwer ein volles Tablett mit Geschirr und Besteck ist, sieht man Safira (aus der Klasse 9c) an, während sie - ohne zu kleckern - einen Tisch mit 6 Tassen Kaffee beliefert.

Kurz darauf werden die Servietten gefaltet und die Tische eingedeckt. Nun können die Gäste kommen. In den zurückliegenden Tagen haben die Jugendlichen die Angehörigen der Bundeswehr bedienen können. Mal schauen, wer heute hier speisen wird.
Nach dem Mittag wird im Hauswirtschaftsbereich noch eifrig genäht. Außer Josefine Dambrowski (9d) hat noch keiner der 5 Jugendlichen mit der Nähmaschine gearbeitet. Hanno hilft Karl, dessen Faden sich irgendwie verknotet hat.
Viele Arbeitsschritte sind nötig, bis die Nähmaschine summt. Nicht alle verfolgen das Procedere, das die Ausbilderin erklärt, mit großem Interesse. Hanno begeistert sich eher für die Maschine, als für das Kissen, dass entstehen soll. Aber mit Geduld und Teamgeist kommen die Jugendlichen ans Ziel. Gut gelaunt und mit sich zufrieden fahren die 9. Klässler am Nachmittag nach Hause.

Montag geht es dann wieder in die Schule. Das sei auch okay, finden Filip, Emma und Tobias, wenn nur die stressigen Tests nicht wären!