Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Gedenkstätten sind immer auch Orte des Lernens und Begreifens. An den Orten der Verbrechen stellt sich die Frage "Wie konnte es dazu kommen?" besonders eindringlich. Die Bereiche Gedenken - Mahnen - Forschen und Lernen sollen die Fahrt dabei inhaltlich tragen. Das Nie-Wieder setzt zum einen das Nie-Vergessen voraus, muss aber auch insofern in unsere Gegenwart hineinreichen, dass wir bereit sein müssen, jede Entwicklung, die eine Ausgrenzung beinhaltet, zu bekämpfen. Die Schüler in diesem Sinne zu sensibilisieren und stark zu machen, ist eines der Kernziele der Fahrt und damit ein wesentlicher Aspekt unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit. Bedingt durch den mit der zeitlichen Entfernung immer geringer werdenden persönlichen Bezug der Schüler zur NS-Zeit, halten wir es für sinnvoll, neben der kognitiven Annäherung an die Zeit auch das Einfühlen in Einzelschicksale zu ermöglichen, um durch diese Form der Empathie das Verständnis der Schüler für die historischen Entwicklungen zu fördern und so auch bis in die Gegenwart zu wirken. Besonders beeindruckend war für die Schüler das Zeitzeugengespräch, weil ein Einzelschicksal für sie sehr nah und fassbar wurde. Die Aussage: "Passt auf, dass so etwas wie der Holocaust, nie wieder passiert!", berührte die Schüler sehr und sie verstehen es als Auftrag. Dieses Projekt bietet vielschichtige und vielseitige Kommunikationsmöglichkeiten und persönliche Begegnungen, die den Abbau von Vorurteilen und Ausgrenzungen aller Art zum Ziel haben.
Wir danken der Europäischen Akademie, die uns diese Gedenkstättenfahrt immer wieder ermöglicht.