Erasmus+ Projekt "Inclusion through a healthy mind and body"

Ein gesundes Leben, ein gesunder Lebensstil – was bedeutet das? In einem unserer Erasmus+ Projekte arbeiten wir zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus Schulen in Spanien, Schweden und Polen an diesem Thema. Was kann man tun, um gesund zu leben, sowohl mental als auch physisch und wie kann man dies längerfristig in den Schulalltag integrieren?
SchülerInnen der Regionalschulklassen 8c und 8d arbeiten im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes, unter der Leitung von Frau Stein, vorwiegend an diesem Projekt und überlegen sich unterschiedliche Ansätze, was alles zu einem gesunden Leben dazu gehört. Außerdem gehören zu diesem Projekt Austauschfahrten in die drei Länder, die in diesem und dem nächsten Schuljahr stattfinden. Im letzten Halbjahr dieses 2-jährigen Projekts kommen die SchülerInnen auch zu uns nach Rövershagen und werden in den Familien unserer SchülerInnen wohnen, um auch unsere Kultur und unser Familienleben kennenzulernen.
Die gemeinsame Zeit der Austauschfahrten steht unter der großen Überschrift der Olympischen Spiele, bei denen aber vor allem gegenseitiger Respekt, Freundschaft und Anstrengungsbereitschaft im Vordergrund stehen. Die SchülerInnen lernen in diesem Projekt nicht nur einen gesunden Lebensstil kennen, sondern auch andere Kulturen und Länder und erfahren, was eine gesunde Lebensweise in diesen Ländern bedeutet.

Das Projekt ist auch in den sozialen Netzwerken zu finden und wird regelmäßig mit Inhalten aus den Ländern gefüllt, sowohl bei youtube (Erasmus IHMB), Instagram (erasmus_ihmb), facebook (Erasmus IHMB) als auch auf der projekteigenen Homepage (www.erasmusihmb.com).

 

Zum Lernen brauchen wir einen gesunden Körper und gesunden Geist

Diesem Motto haben sich die Europaschüler in der KGS Rövershagen verschrieben und nehmen damit an einem zweijährigen Erasmusprojekt teil. Gemeinsam mit den Partnerschulen in Schweden, Spanien und Polen geht es den SchülerInnen in Rövershagen darum, ihren Schulalltag kritisch auf eine gesunde Lebensweise zu hinterfragen und möglichst viele Aktionen zu starten, die zu ihrer Gesundheit beitragen.
Vor allem die Schüler der 8. Klassen des Regionalschulzweiges gelten als Mitinitiatoren. Sie erforschen im Wahlpflichtkurs, was an ihrer Schule zu einem gesunden Leben beiträgt und wo noch Reserven sind.
Da gibt es zum Beispiel die Schülerfirma "EssBar" und die Schüler stritten darüber, ob deren Angebote gesund sind. Das Argument, dass die Schülerfirma auch Geld verdienen will, führte sie zu dem Selbstversuch, was man mit begrenzten Mitteln (ca.1,00€ pro Schüler) zu einem gesunden Frühstück einkaufen und anrichten kann.
Paula Weber (Schülerin der 8c) und ihre Gruppe sahen sich in dem örtlichen Discounter um und entschieden sich für Bio-Obst für einen Salat und Vollkornbrot. Der Magerquark mit Zwiebeln und Kräutern sollte ohne Butter aufs Brot. Dazu wurden 2 Säfte mit wenig Zucker gekauft. Eine Banane und eine Zitrone sollten die Vitamine liefern und es ein bisschen wie einen Smoothy wirken lassen.
Im Wahlpflichtunterricht warten dann alle 16 Schüler an einer langen Tafel auf das Resultat. Paula ist sauer, sie ist sich sicher, dass es nicht schmecken wird. Das Geld hat nicht gereicht für einen Joghurt, den sie zum Obstsalat anbieten wollte. Michel Markwardt und Maurice Becke aus ihrer Gruppe sind auch eher skeptisch. Sie hätten lieber auf die teuren Bioprodukte verzichtet und dafür mehr Essen besorgt. Doch Katharina Zimmer aus der 8c schmeckt das Roggenbrot mit dem Kräuterquark sehr gut - auch ohne Butter. Der Zitronensmoothy ist einigen Schülern zu sauer, aber auf Zucker zum Nachsüßen lässt sich das "Bio-Trio" nicht ein.
Alle finden etwas, was ihnen schmeckt und die Gruppe wird gelobt. Langsam hellt sich Paulas Miene auf. Max Kleindienst aus der 8c macht Fotos, denn immerhin muss jede Schule die Projektarbeit auch dokumentieren. Die Arbeitsgruppe, die für Sport und Bewegung verantwortlich ist, lädt zur nächsten Stunde den Schulsozialarbeiter ein. Jens Kalabuchow ist auch Sport -und Fitnesstrainer und will mit ihnen nach Möglichkeiten suchen, wie man Bewegung in den Unterrichtsalltag integrieren kann. Max weiß: "Wir bewegen uns viel zu wenig. Vormittags sitzen wir fast nur in der Schule. Bei vielen von uns geht es am Nachmittag so weiter, denn zocken, lernen oder in medialen Plattformen stöbern läuft meist im Sitzen ab."
Morgen wird es jedoch anders sein. Traditionell gibt es für alle Schüler der Klassen 6-10 ein Weihnachtseislaufen in der Eishalle. Jeder hat da die Möglichkeit, sich mehrere Stunden sportlich zu betätigen. Max will seine Kamera mitnehmen. Mal sehen, wem es wirklich wichtig ist, aktiv zu sein. Er hofft jedoch, dass vor allem die Mitglieder des Wahlpflichtkurses ihrem Europamotto "Inclusion through a healthy mind an body" gerecht werden.

(geschrieben von Max Kleindienst (14) und Katharina Zimmer (14) aus der Klasse 8c)